Presseartikel 2010

13.01.2010

Hier steckt die Kartoffel in der Wurst

GADEBUSCH – Mit einer Delikatessen-Neuheit aus Gadebusch will die Günter Puttkammer Fleischwaren Spezialitäten GmbH auf der größten Verbrauchermesse in Berlin punkten. In der Mecklenburghalle sollen am Messestand des Gadebuscher Unternehmens tausende Kartoffelbratwürste gegrillt werden. Verbraucher haben dort zum ersten Mal die Gelegenheit, diese Neuheit aus MV zu kosten. Der Kartoffelanteil in der Bratwurst liegt bei 20 Prozent. Die Knollenstücke sind erbsengroß. “Meine Frau Roswita hatte sich Gedanken über eine neue Produktkreation gemacht. Zum Agrarland MV passt nunmal auch die Kartoffel”, sagt Chef Lars Puttkammer. Für ihn und dessen Team ist die Meinung der Endverbraucher zum neuen Produkt kein unerhebliches Kriterium. Je positiver ihr Urteil ausfällt, um so bessere Argumente hat das Unternehmen für Verhandlungen mit Handelsketten-Einkäufern.

“Die Grüne Woche in Berlin ist für uns die Endverbrauchermesse. Wir haben eine weitere Stufe erreicht und können den Gästen dort konkret sagen, in welchen Discountern und Großmärkten sie unsere Produkte kaufen können, die sie an unserem Messestand probierten”, verdeutlicht Lars Puttkammer. Nach seinen Angaben sollen nach jetzigem Stand 5000 Bratwürste unterm Funkturm zubereitet werden, zwei Drittel davon sind Kartoffelbratwürste, ein Drittel Pepperdew-Bratwürste. Die Gadebuscher Wurst-Erfinder hatten dieses Produkt erstmals 2008 unterm Berliner Funkturm angeboten.

Damals gab es noch nicht die Krise, die Unternehmen seit Monaten zu schaffen macht. “Wir sind im vergangenen Jahr in der glücklichen Lage gewesen, den Umsatz wie schon 2008 konstant bei 8,5 Millionen Euro halten zu können”, sagt Lars Puttkammer. Nach seinen Angaben musste auch die Mitarbeiterzahl von 80 Beschäftigten nicht reduziert werden. “Unser Glück ist, dass wir Waren für den täglichen Bedarf produzieren”, so Puttkammer.

Derzeit werden in der Gadebuscher Industriestraße etwa zehn Tonnen Wurstwaren pro Tag hergestellt. Dazu zählen Neuheiten wie Kalbsfleisch mit Champignons in Weingelee oder Schinkenröllchen mit Frischkäse-Spargel.

Seit 1993 werden im Hause Puttkammer Spezialitäten made in Gadebusch produziert. Seit dem investierte das Familienunternehmen zwölf Millionen Euro am Standort Industriestraße. Auch wenn die Wurst-Erfinder immer neue Produkte auf den Markt brachten, ein Artikel ist eine Art Dauerbrenner geblieben: Puttkammers Sülzkotelett. Lars Puttkammers Eltern hatten dieses Produkt bereits in den 1960er-Jahren in Hamburg hergestellt, in Glasschälchen verpackt und damals noch persönlich ausgeliefert.

kartoffelbratwurst

Alles Tolle aus der Knolle: Aus dem Hause Puttkammer kommt eine Mecklenburger Neuheit: die Kartoffelbratwurst. Auf der Grünen Woche können Verbraucher sie erstmals probieren.
Im Bild: Roswita und Lars Puttkammer. Sie führen das Unternehmen in fünfter Generation.
Michael Schmidt